Zwischen Lebensfreude und berührenden Schicksalen: Abschluss der Interkulturellen Woche in Rheine
Ein Tag voller Emotionen, Begegnungen und gelebter Vielfalt: Beim Abschlussfest der Interkulturellen Woche vor dem Begegnungszentrum „Mitte 51“ sorgten mitreißende Musik des Gospelchors „Maranatha“ und kulinarische Köstlichkeiten für beste Stimmung.
Doch das Fest bot neben Tanz und Gemeinschaft auch Raum für tiefgehende Momente: Filmvorführungen und Zeitzeugenberichte machten eindrucksvoll deutlich, welche Gefahren Menschen auf sich nehmen müssen, um vor Kriegen zu fliehen. Besonders das persönliche Gespräch mit der 21-jährigen Sedra Kahlil, die vor elf Jahren aus Syrien flüchtete und von der dramatischen Überfahrt im Schlauchboot erzählte, ging unter die Haut.
Ein eindringlicher Tag, der daran erinnert, wie wichtig Menschlichkeit, Zusammenhalt und ein sicheres Miteinander sind.

Neue Filme – 40 Jahre ACI Rheine / Heimat – und dazwischen ein Meer
„Heimat ist mehr als ein Wort“ – unter diesem Titel entstand zur Interkulturellen Woche 2025 in Rheine ein Dokumentarfilm in Zusammenarbeit des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration (ACI) mit dem Metropoli-Filmteam.
Im Mittelpunkt des Films standen Menschen, die Anfang der 1960er-Jahre als sogenannte Gastarbeiter nach Deutschland kamen und ihre persönlichen Geschichten, Erfahrungen sowie Erinnerungen teilten. Das Werk stieß auf unerwartet großes Interesse und wurde an verschiedenen Orten öffentlich gezeigt.
Angesichts dieser positiven Resonanz entstand zur Interkulturellen Woche 2026 die Idee, gemeinsam zwei Fortsetzungen zu realisieren. Erneut produzierten der ACI Rheine und das Metropoli-Filmteam zwei Dokumentationen, die unterschiedliche Perspektiven auf Geschichte, Identität und Heimat eröffnen.
Am 3. Oktober wurden beide Filme im Rahmen einer stimmungsvollen Veranstaltung, die Menschen verschiedener Kulturen zusammenbrachte, erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.
Film: 40 Jahre ACI Rheine
Film: Heimat – und dazwischen ein Meer
„Wir halten die Geschichte der Rheiner Eisenbahn unter Dampf“

„Rheine R“ von den 1960 Jahren bis zum Niedergang mit Abriss des Ringlokschuppen. Da kam eine Menge Wehmut auf. Schön war auch, dass der O-Ton während der Vorführung vom begeisterten Publikum kam.
Heimat ist mehr als nur ein Wort
In den 1960er Jahren erlebte Rheine, wie viele andere deutsche Industriestädte, eine große Migrationswelle von sogenannten „Gastarbeitern“. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Arbeitskräften, insbesondere in der Textilindustrie, wurden gezielt Abkommen zur Anwerbung von Arbeitskräften geschlossen. In Rheine kamen viele dieser Arbeitskräfte aus Portugal und Italien.
Diese Menschen verließen ihre Heimat, um in Deutschland ein besseres Leben zu finden und ihre Familien in der Ferne zu unterstützen. Anfangs war der Plan oft, nur eine begrenzte Zeit zu bleiben. Doch viele von ihnen entschieden sich, in Rheine zu bleiben und hier eine neue Heimat aufzubauen.
Dieser Film erzählt die Geschichte, wie Rheine durch die Zuwanderung neuer Kulturen zu dem geworden ist, was es heute ist. Er zeigt, wie die Nachkommen der damaligen Arbeiter aus Portugal und Italien nicht nur Teil der Stadtgesellschaft wurden, sondern sie aktiv mitgestaltet und bereichert haben. So wurde die anfängliche Heimat auf Zeit zu einer neuen, gemeinsamen Heimat für alle. Die Vielfalt, die wir heute in Rheine sehen und leben, ist das Ergebnis dieser beeindruckenden Entwicklung.
Zum Abspielen des Videos einfach anklicken.
Wir machen Heimatgeschichte und Brauchtumspflege spannend
Wir hoffen ein wenig Neugierde und Spaß an der Heimatgeschichte zu wecken.
- Zeitzeugeninterviews bei laufenden Kameras
- Filmnachmittage zu Themen wie_ Alltagskultur damals
- Historische Filmdokumente restaurieren und archivieren.
Das war 2023
Es gibt viele Gründe warum unsere Website vernachlässtigt wurde. Oft habe ich mit Bauchschmerzen daran gedacht.
Gerne möchte ich im neuen Text darauf hinweisen, dass aufgrund vieler Projekte zur Heimatgeschichte die Website mit Informationen zu kurz gekommen ist.
Aus diesem Anlass haben wir einen Rückblick auf das Jahr 2023, als Schnelldurchlauf, mit einem kleinen Video (Rückblick auf 2023) zusammengefasst. Dabei möchten wir uns bei all unseren treuen Wegbegleitern für die gute Zusammenarbeit bedanken und sagen, so macht Heimatgeschichte Spaß. Lasst uns so weitermachen. Wir freuen uns darauf.
12 Minuten Filmtrailer „Zeitzeugen Rheiner Stadtgeschichte- 100 Partnerschaften für den Frieden“ bei YouTube
100 Partnerschaften für den Frieden. Hausbesuche statt Großveranstaltung.
Der Arbeitskreis GEDENKEN und ERINNERN ist ein offener Arbeitskreis und besteht seit nunmehr 10 Jahren unter der Koordination des Pressereferates der Stadtverwaltung Rheine mit der Zielsetzung, Veranstaltungen rund um die Gedenkkultur zu planen und durchzuführen.
- DVD Buchhülle außen, mit freundlicher Unterstützung von: Stadt Rheine, Hermann Willers Fotodesign und Layouts: Blond Werbeagentur.
- DVD Buchhülle mit Grußwort unseres Bürgermeisters Dr. Peter Lüttmann, und DVD
Zwei Mal mussten wir aufgrund von CORONA Veranstaltungen absagen, zu denen all diejenigen als Ehrengäste eingeladen waren, die uns beim Filmprojekt „Zeitzeugen Rheiner Stadtgeschichte- 100 Partnerschaften für den Frieden“ unterstützt haben. Aufgrund der unglücklichen Lage haben wir im Frühjahr 2021 beschlossen, dass wir als Dank mit besonderer Wertschätzung, bis zum Ende des Jahres 2021 eine Film-Dokumentation, als hochwertige DVD, zu all diesen Zeitzeuginnen, Zeitzeugen oder Angehörigen als Geschenk nach Hause bringen. Mit dieser Idee entstand eine Gemeinschaftsarbeit von besonderer Bedeutung. Für das Gelingen und für die gute Zusammenarbeit müsste man mindestens 100 Mal Danke sagen oder mehr. Pünktlich vor Weihnachten waren 100 DVD Exemplare fertig.
- 100 DVDs, „Zeitzeugen Rheiner Stadtgeschichte- 100 Partnerschaften für den Frieden“, mit persönlichen Weihnachtsgrüßen, handgeschrieben und als Geschenk verpackt, für alle Zeitzeuginnen, Zeitzeugen und Helfer.
- Zwei unserer Zeitzeugen sind Edith Uhlenberg und Franz Silies, die sich über unseren Besuch freuen. 65 Personen haben wir während unserer Weihnachts-Tour persönlich angetroffen, um Danke zu sagen und- Frohe Weihnachten!
- Sich Zeit nehmen für unsere Zeitzeugen, das war es uns mit jeder Unterschrift wert.
Zeitnah werden wir den 66 Minuten Film als DVD, mit einer weiteren Auflage, der Öffentlichkeit vorstellen und zum Kauf anbieten.
Für unseren AK GEDENKEN und ERINNERN und alle im Team
Heinz Schulte
Eröffnung einer Fotoausstellung zur Geschichte des METROPOL-THEATERS im Cinetech-Kino in Rheine

Heinz Schulte (r.i. Bild) und Martin Roling, als Projektpartner des Metropoli und Lehrer der Euregio Gesamtschule in Rheine. Foto: MV Eva Uhlenbrock
In der Ausgabe der Münsterländischen Volkszeitung, vom 05.10.2021, schreibt die Redakteurin Eva Uhlenbrock: „Wäre das Metropol Theater nicht abgerissen worden, hätte Heinz Schulte das Kinomuseum Metropoli- Kino für kleine Leute niemals aufgebaut und auch die weiteren damit zusammenhängenden Projekte nicht realisiert. So ist die Fotoausstellung, welche die Geschichte des Metropols in der Zeit von 1933 bis 2001 dokumentiert und die Schulte am Freitagmorgen im Cinetech-Kino eröffnete, folgerichtig mit den Worten beschrieben- Das Ende einer Legende und der Anfang zu etwas Neuem.
Die zur Ausstellungseröffnung geladenen 35 Gäste aus Kultur, Politik und Schule erwartete neben den ausgestellten Fotografien drei interessante Festvorträge. So erinnerte der Historiker und Publizist Dr. Volker Jakob an den „Kunst- und Kulturpalast, wo einmal große Gefühle zu Hause waren“. Foto: MV Eva Uhlenbrock

Heinz Schulte bedankte sich bei den anwesenden Gästen, und bei allen, die ihm seit 20 Jahren treue Wegbegleiter sind. Foto: MV Eva Uhlenbrock
Rheines 1. Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann ließ sich nach seiner Festrede, mit der Landtagsabgeordneten Andrea Stullich, durch die Ausstellung führen und Fotografien erklären, die von den Autoren, Sven Rapreger und Willi Ahlmer, vor dem Abriss des Metropol aufgenommen wurden.

Besucher sind fasziniert und schwärmen mit Erzählungen aus ihrer Zeit im Metropol. „Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können“.Zitat: Jean Paul / Foto: Heinz Schulte

Die Filmleinwand im Metropol hatte eine Breite von 8,80 Meter. Dahinter befand sich die Theater-Bühne. Davor, der Orchestergraben.
Im Rahmen der Ausstellung wurde auch an den Fotografenmeister Willi Ahlmer gedacht, sowie- an den Kultur-Rezensenten Dr. Ingmar Winter, der drei Bücher zur Geschichte des Metropol Theaters geschrieben hat. Beide sind erst vor kurzer Zeit verstorben.

„Willi Ahlmer, der wohl letzte Fotografenmeister Rheines, der sich zugleich auch als begeisterter Grafik-Designer einmischte und auf ein Zusammenspiel von Industrie, Wissenschaft und Kunst setzte. Und gerade deshalb den einfachen & symmetrischen Bauhausstil des Metropol liebte und somit kunsthandwerklich verewigte“. Zitat & Foto: Sven Rapreger

Nicht ohne Grund schrieb Dr. Ingmar Winter drei Bücher zum Metropol Theater.
Herzlichen Dank, Ingmar Winter.
Unser besonderer Dank gilt Hannes Scheffing mit seinem Team im Cinetech-Kino, für die ausgezeichnete Unterstützung vor- und während dieser Ausstellung, die bis zum 29. Oktober im Foyer des Kinos, zu den gewohnten Öffnungszeiten, zu sehen ist. Der Eintritt für die Ausstellung ist, unter Voraussetzung der CORONA Verordnung, frei.

Die Vorankündigung zur Fotoausstellung wurde bereits im Frühjahr diesen Jahres, vom Kinoleiter Hannes Scheffing gesponsort, auf großen Bannern- oben am Gebäude des Cinetech vorgestellt. Foto: MV Sven Rapreger
Für das Team im Metropoli- Kino für kleine Leute, dem AK GEDENKEN und ERINNERN und dem AK „Historische Filmdokumente“ Rheine.
Heinz Schulte
Schüler der Euregio Gesamtschule in Rheine erforschen Lokalgeschichte
mit Schülerinnen und Schülern der 12. und 13. Klasse der Euregio Gesamtschule in Rheine, finden in Zusammenarbeit mit dem Metropoli- „Kino für kleine Leute“ seit fünf Jahren Projekte im Geschichtsuntericht statt. Dass das, was wir machen, spannend und wichtig ist, zeigt der Bericht der Münsterländischen Volkszeitung vom 7. Juli 2021.
Das Interesse der Schulleitung in der Euregio Gesamtschule Rheine ist groß. Für das Schuljahr 2021/22 wurde inzwischen beschlossen, dass wir beim Thema „Flüchtlinge“ vorhandenes 16mm Filmmaterial aus den 1950er Jahren bearbeiten, welches in Rheine ankommende Flüchtlinge zeigt, die aus dem Osten kommend in der ehemaligen Damloup-Kaserne, unter bescheidenen Umständen, einquartiert wurden. Zeitzeugen von damals wurden inzwischen gefunden, die bereit sind vor Schülerinnen und Schülern zu sprechen und auf Fragen zu antworten.
Mit Michael Sauerland, dem Schulleiter der Euregio Gesamtschule in Rheine, wurde kürzlich ein filmisches Statement aufgezeichnet, in dem Herr Sauerland sagt: „Wir möchten, mit den mehr als 1000 Schülern unserer Schule, die Zusammenarbeit mit dem Metropoli- Kino für kleine Leute weiter fördern“.
Im 20. Jahr, seit Bestehen des Metropoli- Kino für kleine Leute in Rheine, nehmen unsere Projekte zur Film und Lokalgeschichte an Fahrt auf.
Es bleibt spannend. Gerne halte ich Sie weiter auf dem Laufenden.
Bericht der Euregio Gesamtschule:
Alte Filmdosen und High-Tech-Kameras: Euregio-Schüler als Praktikanten im Metropoli – Kino für kleine Leute














